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Anmeldedatum: 16.11.2007
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Aus anderen Sendschreiben

AUS ANDEREN SENDSCHREIBEN


+17:1 #259

Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm und daß Er, der vom Himmel göttlicher Offenbarung kam, das verborgene Geheimnis ist, das Undurchdringliche Mysterium, dessen Kommen im Buche Gottes verheißen ist und von Seinen Propheten und Boten angekündigt wurde. Durch Ihn sind die Geheimnisse enträtselt, die Schleier zerrissen, die Zeichen und Beweise entdeckt. Siehe! Er ist nun offenbar. Er bringt ans Licht, was Er will, und schreitet hoheitsvoll über die Gipfel der Erde, bekleidet mit überragender Macht und Majestät.

+17:2

Selig ist der Starke, der die Götzen leeren Trugs zerschmettert mit der Kraft des Namens seines Herrn, der über alle Menschen herrscht.

+17:3

O Mein Afnán! Gern erwähnen Wir deinen Namen zum Zeichen Unserer Gnade, damit dich die süßen Düfte Meines Gedenkens in Mein Königreich leiten und dich dem Thronzelt Meiner Majestät nahebringen, dem Zelte, das durch die Macht dieses Namens, der alle Grundmauern erzittern ließ, aufgerichtet worden ist.

+17:4

Sprich: O Völker der Erde! Bei Gottes Gerechtigkeit! Was in den Büchern eures Herrn, des Herrschers am Tage der Wiederkehr, verheißen ward, das ist erschienen und offenbar gemacht. Habet acht, daß euch nicht Wandel und Wechsel der Welt fernhalten von Ihm, Der die Allbeherrschende Wahrheit ist. Über kurze Zeit wird alles Sichtbare vergehen, und nur was Gott, der Herr der Herren, offenbart, das wird bestehen.

+17:5 #260

Sprich: Dies ist der Tag für Ruhmestaten, wenn ihr es nur wüßtet. Dies ist der Tag, Gott zu verherrlichen und Sein Wort darzulegen, könntet ihr es nur hören und sehen. Gebt auf, was unter den Menschen im Schwange ist, und haltet euch an das, was euch Gott, der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende, als Seinen Willen kündet. Schnell naht der Tag, da euch alle Schätze der Welt nichts nützen. Dies bezeugt der Herr der Namen, wenn Er verkündet: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Ihm, der Allbeherrschenden Wahrheit, Ihm, Der um das Ungeschaute weiß.

+17:6

Wohl dir, o Mein Afnán, daß du mit Meinen heiligen Versen beehrt wurdest, den süßen Duft Meiner Offenbarung einsogst und Meinem Rufe antwortetest zu einer Zeit, da Meine Diener und Meine Geschöpfe das Mutterbuch beiseite werfen, sich an die Träger eitlen Wahns und leeren Trugs und deren Befehle halten und Mich offen anklagen. Solches spricht die Zunge der Größe im Reiche der Rede auf Geheiß Gottes, des Herrn der Schöpfung.

+17:7

Sei beständig und gewissenhaft im Dienste dieser Sache und wahre kraft des Namens deines Herrn, der Besitzer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, den dir verliehenen Rang. Ich schwöre bei der Gerechtigkeit Gottes! Würde jemand vertraut gemacht mit dem, was vor der Menschen Augen verschleiert ist, so wäre er derart entzückt, daß er seinen Flug zu Gott, dem Herrn über alles Vergangene und Künftige, nähme.

+17:8

Seine Herrlichkeit ruhe auf Dir und allen, die Ihm nahe sind und die Bedeutung dessen begreifen, was die erhabene Feder Gottes, des Allmächtigen, des Alliebenden, in diesem Sendbrief verzeichnet hat.





+17:9 #261

Aller Lobpreis sei Dir, o mein Gott, da Du die Welt mit dem Glanze des Morgens schmückest, der auf die Nacht folgt, in welcher Er geboren ward, der die Manifestation Deiner überragenden, allumfassenden Gewalt, den Tagesanbruch Deines göttlichen Seins und die Offenbarung Deiner höchsten Herrschaft ankündete. Ich flehe zu Dir, o Du Schöpfer der Himmel, Du Gestalter der Namen, stehe gnädig denen bei, die sich im schützenden Schatten Deiner reichen Gnade scharen und inmitten aller Völker der Welt die Stimme erheben, Deinen Namen zu verherrlichen.

+17:10

O mein Gott! Du siehst den Herrn der ganzen Menschheit, wie Er, in Sein Größtes Gefängnis eingekerkert, laut Deinen Namen ruft, auf Dein Antlitz schaut und verkündet, was die Bewohner Deiner Reiche der Offenbarung und der Schöpfung entzückt. O mein, Gott! Mein Selbst sehe Ich gefangen in den Händen Deiner Diener, aber strahlend leuchten das Licht Deiner Allgewalt und die Offenbarungen Deiner unüberwindlichen Macht von Seinem Antlitz; so können alle mit Gewißheit erkennen, daß Du Gott bist und daß es außer Dir keinen Gott gibt. Dich kann weder die Macht der Mächtigen behindern noch können die Herrscher mit ihrer Machtfülle gegen Dich bestehen. Du tust, was Du willst, kraft Deiner Allgewalt, die alles Erschaffene umfängt, und gebietest, was Dir gefällt, durch die Macht Deines Geheißes, das die ganze Schöpfung durchdringt.

+17:11

Ich flehe Dich an, bei der Herrlichkeit Deiner Manifestation und bei der Macht Deiner Herrschaft, Deiner Allgewalt und Deiner Überlegenheit, mache alle siegreich, die Deiner Sache helfen und sich vor dem Glanz Deines strahlenden Antlitzes demütigen. Sodann lasse sie, o mein Gott, triumphieren über Deine Feinde und standhaft bleiben in Deinem Dienste, damit durch sie in allen Deinen Reichen die Zeichen Deiner Herrschaft fest verankert und in Deinen Landen die Beweise Deiner unbezwinglichen Macht offenbar werden. Wahrlich, Du bist mächtig zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden.

+17:12 #262

Dieser ruhmreiche Sendbrief ist am Jahrestag der Geburt¹ offenbart, damit du ihn im Geiste demütigen Flehens vortragest und deinem Herrn, dem Allwissenden, dem Allkennenden, dankest. Gib dir alle Mühe, Gott dienstbar zu sein, auf daß von dir hervorgehe, was dein Gedächtnis in Seinem erhabenen, allherrlichen Himmel unsterblich macht.

¹ des Báb

+17:13

Sprich: Verherrlicht bist Du, o mein Gott! Ich flehe Dich an, bei dem Dämmerorte Deiner Zeichen und bei dem Offenbarer Deiner schlüssigen Beweise, gib, daß ich mich in jeder Lage fest an das Seil Deiner liebenden Vorsehung halte und an den Saum Deiner Großmut klammere. Zähle mich alsdann zu denen, die der Wandel und Wechsel der Welt nicht davon abbringen kann, Dir zu dienen und Dir die Treue zu wahren, und die der Angriff des Volkes nicht zu hindern vermag, Deinen Namen zu verherrlichen und Deinen Lobpreis zu künden. Stehe mir gnädig bei, o Herr, zu tun, was Du liebst und wünschest. Befähige mich sodann zu vollbringen, was Deinen Namen erhöht und das Feuer Deiner Liebe entfacht.

+17:14

Du bist fürwahr der Vergebende, der Freigebige.





+17:15 #263

O Husayn! Gebe Gott, daß du allezeit leuchtest und strahlst, hell im Sonnenlicht der Wahrheit glänzend, und daß du deine Zunge lösest, den Namen Gottes zu verherrlichen; denn dies ist unter allen Taten die löblichste.

+17:16

Schau, wieviele Seelen heftigen Hunger und Durst zu leiden schienen; als aber das Meer der Lebenswasser gegen die Welt des Seins brandete, da blieben sie seiner beraubt, weil sie es versäumten, leeren Trug aufzugeben und Ihn, den Gegenstand aller Erkenntnis, bewußt wahrzunehmen. Solches Versäumnis ist die Vergeltung für die Taten, welche ihre Hände zuvor verübt hatten.

+17:17

Danke dem Geliebten der Welt, daß Er dir gnädig half, in dieser ruhmreichen Sache bestätigt zu werden. Sodann bitte Ihn, Seine Geliebten in dieser Sache zu festigen; denn die Hetzschriften der Unheilstifter sind weit verbreitet, und schrill ertönt das Geschrei der Unglücksboten. Glücklich, wer alles außer Gott von sich wirft und sich fest an das hält, was ihm der Herr der Kraft und Macht gebietet.

+17:18

Seine Herrlichkeit sei mit dir und allen, welche befähigt wurden, diese machtvolle Sache zu erkennen und anzunehmen.





+17:19

Dies ist eine Tafel, die der Herr allen Seins von Seiner herrlichen Stufe herniedersendet, dem zu Ehren, der an Gott, den Allmächtigen, den Alliebenden, glaubt.

+17:20

Selig ist der Pilger, der den Ersehnten erkennt, und der Sucher, der Ihn, das höchste Ziel der ganzen Menschheit, rufen hört, und der Gelehrte, der an Gott, den Helfer in Gefahr, den Selbstbestehenden, glaubt.

+17:21

Wie groß ist die Zahl der Gelehrten, die sich vom Pfade Gottes abkehren, und wie zahlreich sind die Ungebildeten, welche die Wahrheit begreifen und zu Ihm eilen mit den Worten: »Gepriesen seiest Du, o Herr aller Dinge, der sichtbaren wie der unsichtbaren!«

+17:22 #264

Bei der Gerechtigkeit Gottes! Hell strahlt, der Horizont der Welt im Lichte dieser Größten Sonne, und doch bemerkt es die Masse der Menschen nicht. Wahrlich, Er, die Allbeherrschende Wahrheit, schreitet vor den Augen aller Menschen einher. Solches bezeugt Der, welcher mitten im Herzen der Welt verkündet: »Fürwahr, es gibt keinen Gott außer Mir, allmächtig über alle Dinge, vergangene wie künftige.«

+17:23

Groß ist der Segen des Gläubigen, der sich Ihm zuwendet und Zutritt in Seine Gegenwart erlangt, aber wehe jedem Ungläubigen, der sich von Gott abkehrt, um den Eigensinnigen und den Abtrünnigen zu folgen.





+17:24

O Freund! Im Bayán befahlen Wir jedermann, innerhalb dieser Größten Offenbarung mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören. Als jedoch der Horizont der Welt im hellen Lichte dieser Offenbarung erstrahlte, da vergaßen viele jenen göttlichen Befehl; sie verloren die himmlische Mahnung aus den Augen und versenkten sich in leeren Trug, den ihre Gehirne ersonnen. So verbirgt die Sonne der Gerechtigkeit und Redlichkeit ihr Angesicht hinter den Wolken eitlen Wahns, welche die Toren ausdünsten. So ist es auch nicht verwunderlich, daß die Vögel der Finsternis sich regen und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Kraft des Namens des Meistgeliebten lade du die empfänglichen Seelen an Gottes heiligen Hof, damit sie den himmlischen Springquell voll des Lebenswassers nicht entbehren. Er ist in Wahrheit der Barmherzige, der Vergebende.

+17:25

Der gnadenvolle Blick Gottes - gepriesen und verherrlicht ist Er - ist allezeit auf Seine geliebten Freunde gerichtet. Wahrlich, Er ist der Kennende, der Gedenkende.





+17:26 #265

O Javád! So groß ist dieser Tag, daß die verheißene Stunde selbst völlig verwirrt ist und alle himmlischen Schriften für seine überwältigende Majestät Zeugnis ablegen. An diesem Tage bekundet das Buch feierlich die Herrlichkeit des Herrn, und die Waage ist bewegt, ihre Stimme zu erheben. Dies ist der Tag, da Sirát¹ laut ausruft: »Ich bin der gerade Pfad«, und Sinai jubelnd verkündet: »Wahrlich, der Herr der Offenbarung ist gekommen.«

¹ siehe Erläuterungen

+17:27

Überwältigt von der Trunkenheit seiner verderbten Triebe, verharrt das Erdenvolk in dumpfer Starrheit. So ist es von den wundersamen Zeichen Gottes ausgeschlossen, der Weg zum höchsten Ziel ist ihm verwehrt, und der freigebigen Ausgießungen göttlicher Gnade geht es verlustig.

+17:28

Dem Volke Gottes geziemt es, nachsichtig zu sein. Die Gläubigen sollten das Wort Gottes nach der jeweiligen Aufnahmebereitschaft und Fassungskraft des Hörers mitteilen, damit die Menschenkinder aus ihrer Achtlosigkeit erweckt werden und ihre Angesichter auf diesen Horizont richten, der unermeßlich erhaben ist über jeden anderen Himmel.

+17:29

O Javád! Die mannigfachen Segnungen Gottes wurden dir allezeit gewährt und werden dir fürderhin gewährt werden. Preis sei Gott! Vor dem schlimmsten Schrecken bliebest du bewahrt, und du vermochtest dem Größten Segen nahezukommen zu einer Zeit, da die Schleier oberflächlichen Ruhmes, nämlich die Geistlichen unserer Zeit, alle Menschen daran hinderten, den ewigen König zu erkennen. Wahre dieses Zeugnis, das die Allherrliche Feder kündet, so sorgsam, wie du dein Leben wahrst, und mühe dich mit all deiner Kraft, es zu erhalten durch die Macht des Namens Dessen, welcher der ganzen Schöpfung Geliebter ist, auf daß dieses hehre Vorrecht gegen Augen und Hände der Räuber gefeit sei. Wahrlich, dein Herr ist der Erklärer, der Allwissende.

+17:30 #266

Übermittle die Grüße dieses Unterdrückten allen geliebten Freunden in jenen Landen und rufe ihnen Unser wundersames, Unser erhabenes Gedenken in Erinnerung, damit sie aufgeben, was bei ihnen im Schwange ist, ihre Herzen an das hängen, was Gottes ist, und rein von unziemlichem Tun und Trachten bleiben.

+17:31

Die Herrlichkeit des Allmächtigen, des Allweisen, sei mit dir und denen, die dir verbunden sind.





+17:32

Wir gedenken dessen, der angezogen ward von Unserem Rufe, als dieser vom Gipfel überragender Herrlichkeit erscholl, und der sein Angesicht auf Gott, den Herrn der Schöpfung, richtete. Er wird zu denen gezählt, die auf die Vorladung ihres Herrn hörten und antworteten zu einer Zeit, da die Völker der Welt in handgreifliche Schleier gehüllt sind. Er bezeugt, was Gott bezeugt, und bekundet seinen Glauben an das, was die Zunge der Größe kündet. Solches bestätigt der Herr der Namen auf dieser wundersamen Tafel.

+17:33

O Meine erhabene Feder! Bringe ihm in Meinem Namen die frohe Botschaft dessen, was Gott, der Machtvolle, der Allmächtige, für ihn bereitet hat. Die meiste Zeit fürwahr ist er von mannigfachen Leiden umzingelt, und wahrlich, sein barmherziger Herr ist Der, welcher alles sieht und weiß. Frohlocke in höchster Freude, denn dieser Unterdrückte hat dir Sein Antlitz zugewandt. Er hat deinen Namen schon früher erwähnt und erwähnt ihn zu dieser Stunde.

+17:34 #267

Meinen geliebten Freunden übermittle Grüße in Meinem Namen sowie die Botschaft vom gnadenreichen Segen ihres Herrn, des Gebenden, des Großzügigsten. Von dieser erhabenen Stufe aus senden Wir Unsere Grüße an solche Gläubige, die den Sicheren Griff¹ fest umfassen und den erlesenen Wein der Beständigkeit aus der gnädigen Hand ihres Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, entgegennehmen und trinken.

¹ siehe auch 8:48 , 17:34 , sowie Erläuterung im Anhang

+17:35

Das Gehör ruft an diesem Tage: »Mein ist dieser Tag, da ich auf die wundersame Stimme lausche, die über die Mauern des Gefängnisses meines Herrn, des Deutlichen, des Zuhörenden, dringt.« Und das Sehvermögen kündet laut: »Wahrlich, mein ist dieser Tag; denn ich sehe das Morgenlicht der Herrlichkeit leuchten und strahlen auf Geheiß Dessen, Der der Gesetzgeber, der Allmächtige ist.« Selig ist das Ohr, das den Ruf vernimmt: »Schau, und du wirst Mich sehen«¹, und glücklich das Auge, welches auf das wundersamste Zeichen blickt, das an diesem lichtvollen Horizont dämmert.

¹ Qur'án 7:143

+17:36

Sprich: O ihr Herrscher und ihr Gebildeten und ihr Weisen alle! Der verheißene Tag ist da, und der Herr der Heerscharen ist erschienen. Frohlocket in großer Freude ob dieses höchsten Glücks! Steht Ihm bei mit der Macht der Weisheit und des Wortes. So gebietet euch Er, der seit Ewigkeit verkündet: »Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen.«

+17:37 #268

Möge Seine Herrlichkeit mit dir und mit denen sein, die bei dir sind, und mit allen, die dich schätzen und auf die Worte hören, die du zur Verherrlichung dieser mächtigen, dieser alles überragenden Offenbarung äußerst.





+17:38

O du, der du Meinen Namen Júd¹ trägst! Mit dir sei Meine Herrlichkeit. Höre, was du schon früher hörtest, da die Sonne des Zeugnisses am Horizont des 'Iráq leuchtete und strahlte, da Baghdád deinem Herrn, dem Erhabenen, dem Mächtigen, als Thronsitz diente.

¹ Großmut; siehe 6/45

+17:39

Ich bezeuge, daß du das Lied Gottes und Seinen süßen Sang hörest, daß du dein Ohr dem Gurren der Taube göttlicher Offenbarung neigest und den Weisen lauschest, welche auf dem Zweige der Herrlichkeit die Nachtigall der Treue schlägt: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Unvergleichlichen, dem Allunterrichteten.

+17:40

O du, der du Meinen Namen trägst! Gottes Blick ruhte bisher voll Gnade auf dir und wird weiter auf dich gerichtet bleiben. Solange du in Seiner Gegenwart weiltest, hörtest du die Stimme des einen wahren Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - und schautest unverschleiert den Strahlenglanz göttlicher Erkenntnis. Denke eine Weile nach! Wie licht und fein ist die Rede Dessen, Der die Allbeherrschende Wahrheit ist, und wie verworfen ist der leere Wortstreit des Volkes! Die Sammler nichtigen Wahns verstopfen den Menschen die Ohren und hindern sie, Gottes Stimme zu hören. Schleier menschlicher Bildung und falschen Trugs halten ihre Augen davon ab, das strahlende Licht Seines Antlitzes zu schauen. Mit kraftvollem, mächtigem Arm haben Wir eine Anzahl Seelen ergriffen, aus dem Sumpfe langsamen Verlöschens gerettet und sie befähigt, zum Morgenlicht der Herrlichkeit zu gelangen. Des weiteren haben Wir die göttlichen Geheimnisse aufgedeckt und in deutlichster Sprache künftige Geschehnisse vorausgesagt, damit die Zweifel der Ungläubigen, der Widerspruch der Eigensinnigen und das Gemunkel der Achtlosen keinen Wahrheitssucher von des einen wahren Gottes Lichtquell fernhalten. Trotz alledem benehmen sich manche, als hätten sie die Fallsucht; andere sind zuinnerst zerrissen wie hohle Baumstümpfe. Sie leugnen Gott, den Erhabensten - Ihn, vor Dessen Offenbarung eines einzigen Verses alle Schriften der Vergangenheit und Gegenwart in demütige Bedeutungslosigkeit zurücksinken. Stattdessen hängen sie ihr Herz an Lügengeschichten und folgen leeren Worten.

+17:41 #269

Gewißlich hast du aus dem Meere Meiner Rede getrunken und die Sonne Meiner Weisheit in ihrem Strahlenglanz geschaut. Auch hast du gehört, was die Ungläubigen sagen, die weder mit den Grundbegriffen des Glaubens vertraut sind noch diesen erlesenen Wein gekostet haben, dessen Siegel durch die Macht Meines Namens, der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende, erbrochen ward. Flehe zu Gott, daß die mit wahrem Verständnis begabten Gläubigen gnädig befähigt werden zu tun, was Ihm gefällt.

+17:42

Wie seltsam ist es doch: obwohl dieser Ruf laut widerhallt, obwohl diese wundersamste Offenbarung vor aller Augen steht, müssen Wir feststellen, daß die Menschen zum größten Teil ihre Herzen an die Eitelkeiten der Erdenwelt geheftet haben; von weit verbreiteten Zweifeln und bösen Einfällen lassen sie sich ängstigen und quälen. Sprich: Heute ist Gottes eigener Tag; fürchtet Gott und zählt nicht zu den Ungläubigen. Werft die unsinnigen Geschichten von euch und schaut Meine Offenbarung mit Meinen Augen. So wurdet ihr gemahnt in den himmlischen Büchern und Schriften, in den Rollen und auf den Tafeln.

+17:43 #270

Erhebe dich, der Sache deines Herrn zu dienen; sodann gib den Menschen die frohe Botschaft dieses strahlenden Lichtes, dessen Offenbarung Gott durch Seine Propheten und Boten verheißen hat. Ermahne einen jeden, Klugheit walten zu lassen, wie Er es verordnet hat, und im Namen Gottes rate ihnen mit den Worten: Es obliegt an diesem Tage Gottes jedermann, sich mit äußerster Klugheit und Standhaftigkeit dem Lehren der Sache Gottes zu widmen. Wo er reinen Pflanzgrund entdeckt, da mag er die Saat des Gotteswortes ausstreuen; wo nicht, da ist es besser, Schweigen zu wahren.

+17:44

Vor kurzem hat die Allherrliche Feder im Roten Buche das folgende höchsterhabene Wort offenbart: »Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Sonnen erhellt: Beratung und Erbarmen.«¹ So Gott will, wird ein jeder befähigt, dieses gewichtige, selige Wort zu befolgen.

¹ s.a. 8:55 , 11:16

+17:45

Manche scheinen jeglichen Verständnisses bar zu sein. Sie klammern sich an das Seil eitlen Wahns und versagen sich damit diesen Sicheren Griff¹. Ich schwöre bei Meinem Leben! Dächten sie nur einen Augenblick lang unvoreingenommen darüber nach, was der Allbarmherzige herniedergesandt hat, sie äußerten wie ein Mann die Worte: »Wahrlich, Du bist die Wahrheit, die offenbare Wahrheit.«

¹ s.a. 8:48 , 17:34 , sowie Erläuterung im Anhang

+17:46

Dir geziemt es, in jeder Lage deinen Blick auf den einen wahren Gott zu richten und gewissenhaft Seiner Sache zu dienen. Erinnere dich, wie du in Meiner Gegenwart im Thronzelt der Herrlichkeit weiltest und von Mir hörtest, was Er, der mit Gott Zwiesprache hielt,¹ auf dem Sinai göttlicher Erkenntnis hörte. So halfen Wir dir gnädiglich, befähigten dich, die Wahrheit zu erkennen, und mahnten dich, deinem großmütigen Herrn dankbar zu sein. Diese hehre Stufe solltest du bewahren durch die Kraft Meines Namens, der Allmächtige, der Getreue.

¹ Mose

+17:47 #271

Übermittle in Meinem Namen Meinen Geliebten Grüße und lasse sie Meiner süßen Stimme lauschen. Solches gebietet dir Der, welcher dir in vergangenen Tagen Gebote gab; Ich bin fürwahr der Verordner, der Allunterrichtete. Ruhm sei dir und denen, die auf deine Worte über diese bedeutsame Sache hören und die dich um Gottes, des Herrn der Welten, willen lieben.





+17:48

O Haydar!¹ Dieser Unterdrückte hört deine Stimme, wie du sie im Dienste der Sache Gottes erhebst; Er ist des Glücksgefühls wohl bewußt, das Seine Liebe dir im Herzen erregt, wie auch deiner Seelenpein ob alledem, was über Seine Geliebten gekommen ist. Ich schwöre bei dem Herrn des Erbarmens! Die ganze Welt ist vom Leid überflutet, derweilen die Menschheit von Zweifeln und Zwietracht genarrt wird. So schlimm setzt der Feind dem Volke Gottes, des Herrn der Namen, zu, daß das höchste Paradies wehklagt und laut die Bewohner des hehrsten Himmels stöhnen, im Verein mit denen, welche Tag und Nacht den Thron umkreisen.

¹ siehe Kalimát-i-Firdawsíyyih 6:4

+17:49

O 'Alí! Leid und Schmerz sind machtlos, Deinen Herrn, den Allbarmherzigen, aufzuhalten. Fürwahr, Er hat sich aufgemacht, für Gottes Sache so zu kämpfen, daß Ihn weder die Übermacht der Welt noch die Gewaltherrschaft ihrer Völker schrecken können. Laut ruft Er zwischen Erde und Himmel: Der verheißene Tag ist gekommen. Der Herr der Schöpfung verkündet: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Gabenreichsten.

+17:50 #272

O 'Alí! Mit ihren Mündern möchten die Unreifen das Licht Gottes ausblasen; mit ihren Taten wollen sie die Flamme im Brennenden Busche löschen. Sprich: Elend ist fürwahr eure Lage, o ihr Wahngebilde. Fürchtet Gott und weist die himmlische Gnade nicht zurück, die ihren Glanz auf alle Lande ergießt. Sprich: Er, der Träger verborgener Namen, ist erschienen, wenn ihr es nur wüßtet. Er, Dessen Ankunft in den himmlischen Schriften angekündigt war, ist da, könntet ihr es doch verstehen. Der Horizont der Welt ist erleuchtet vom Glanze dieser Größten Offenbarung. Eilet strahlenden Herzens und gehört nicht zu denen, die jedes Verständnisses bar sind. Die vorherbestimmte Stunde hat geschlagen, und die Menschheit ist zu Boden gestreckt. Solches bezeugen die ehrsamen Diener Gottes.

+17:51

O Haydar 'Alí! Ich schwöre bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Posaune ward geblasen, die Posaune des Bayán, auf Geheiß Gottes, des Barmherzigen, und alle in den Himmeln und auf Erden sind in Ohnmacht gefallen, ausgenommen jene, die sich von der Welt lösen und sich fest an das Seil Gottes, des Herrn der Menschheit, klammern. Heute ist der Tag, da die Erde strahlt im hellen Lichte deines Herrn, aber das Volk ist im Irrtum verloren und wie durch einen Schleier abgesondert. Unser Wunsch ist es, die Welt neu zu beleben, und doch sind sie gewillt, Meinem Leben ein Ende zu setzen. Dazu verleitet sie ihr Herz an diesem Tage - an einem Tag, hell leuchtend im Lichtglanz des Antlitzes seines Herrn, des Allmächtigen, des Allmachtvollen, des Ungezwungenen. Laut erhebt das Mutterbuch seine Stimme, aber das Volk ist des Hörsinns beraubt. Die Verwahrte Tafel ist in Wahrheit enthüllt, aber die Masse der Menschen liest sie nicht. Sie leugnen die Gnadengaben Gottes, nachdem sie zu ihnen herniedergesandt sind, und wenden sich ab von Gott, dem Wissenden um das Ungeschaute. Mit starren Fingern klammern sie sich an den Saum eitlen Wahns, dem verborgenen Namen des Allmächtigen den Rücken kehrend.

+17:52 #273

Sprich : O Schar der Geistlichen! Seid gerecht in eurem Urteil, ich beschwöre euch bei Gott! Sodann tragt die Beweise und Zeugnisse vor, die ihr besitzet, so ihr zu den Bewohnern dieser ruhmreichen Wohnstatt zu rechnen seid. Richtet euer Herz auf den Morgen göttlicher Offenbarung, damit Wir vor euren Augen enthüllen, was all den Versen, Beweisen, Zeugnissen, Bestätigungen und Zeichen gleichkommt, die ihr wie andere Geschlechter auf Erden besitzet. Fürchtet Gott und gehört nicht zu denen, welche die Züchtigung Gottes, des Herrn der Schöpfung, verdienen.

+17:53

Heute ist der Tag, da das Meer der Erkenntnis seine Stimme erhebt und seine Perlen an Land spült, wenn ihr es nur wüßtet! Fürwahr, der Himmel des Bayán ward aufgespannt auf Geheiß Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden. Ich schwöre bei Gott! Das Wesen der Erkenntnis kündet laut und spricht: Siehe! Er, das Ziel aller Erkenntnis, ist da, und durch Sein Kommen sind die heiligen Bücher Gottes, des Gnädigen, des Liebenden, geschmückt. Jedwede Offenbarung der Gnade, jedwedes Zeichen edler Gaben geht von Ihm aus und kehrt zu Ihm zurück.

+17:54

Fürchtet Gott, o Schar der Toren, und bringet nicht Trübsal über die, welche nur wollen, was Gott will. Und wenn ihr auf meinen Ruf achtet, dann laßt ab von euren selbstischen Begierden. Es naht der Tag, da alles verschwunden sein wird, was heute wahrzunehmen ist; dann werdet ihr Tränen vergießen, weil ihr in eurer Pflicht vor Gott versagt habt. Das bezeugt diese unauslöschliche Tafel.

+17:55 #274

Frohlocke in großer Freude, daß Wir deiner heute wie ehedem gedenken. Der süße Duft dieses Gedenkens wird wahrlich währen und sich nicht wandeln durch alle Ewigkeit, die Gottes Namen als Herr der Menschheit dauern. Deine Andachten, deinen Lobpreis, deine Lehrarbeit und alle Dienste, die du für diese mächtige Verkündigung erbringst, sind gnädig von Uns angenommen. Auch haben Wir gehört, was deine Zunge in den Versammlungen und Zusammenkünften äußerte. Wahrlich, dein Herr hört alles und sieht alles. Wir haben dich in Meinem himmlischen Reiche bekleidet mit dem Gewande Meines Wohlgefallens, und aus dem Göttlichen Lotosbaum, gepflanzt und gewachsen auf der Grenze zum Tale sicheren Friedens, gelegen am leuchtenden Orte jenseits der ruhmreichen Stadt, rufen Wir laut dir zu: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Wir haben dich ins Leben gerufen, damit du Mir dienest, Mein Wort verherrlichest und Meine Sache verkündest. Lenke deine Kräfte ganz auf das, wozu du erschaffen bist durch den Willen des Höchsten Gebieters, des Altehrwürdigen der Tage.

+17:56

In diesem Augenblick rufen Wir Unsere Geliebten ins Gedächtnis und bringen ihnen die frohe Botschaft der unverbrüchlichen Gnade Gottes sowie all dessen, was ihnen in Meinem leuchtenden Buche bestimmt ist. Um Meiner Liebe willen habt ihr den Tadel der Feinde erduldet, auf Meinem Pfade habt ihr standhaft die grausamen Greuel ertragen, die euch die Gottlosen zufügten. Das bezeuge Ich Selbst, und Ich bin der Allwissende. Wie zahlreich sind die Orte, die euer Blut um Gottes willen adelte. Wie viele sind der Städte, wo ihr die Stimme eurer Wehklage erhobet und den Jammer eurer Pein zum Himmel sandtet. Wie groß ist die Zahl der Kerker, in die euch die Scharen der Tyrannei geworfen. Wisset und seid gewiß, daß Er euch zum Siege führen wird; Er wird euch vor den Völkern der Welt erhöhen und eure hohe Stufe vor den Augen aller Nationen kundtun. Gewiß wird Er es nicht dulden, daß Seine Begünstigten des Lohnes verlustig sind.

+17:57 #275

Nehmt euch in acht, daß euch die Verkörperungen eitlen Wahns mit ihren Missetaten nicht traurig¹ stimmen oder daß euch die Handlungen unberechenbarer Unterdrücker keinen Schmerz bereiten. Ergreifet den Kelch der Beständigkeit mit der Macht Seines Namens, alsdann trinket daraus kraft der höchsten Herrschaft Gottes, des Machtvollen, des Allmächtigen. So strahlt die Sonne Meines zarten Mitleids und Meiner sanften Gnade am Horizonte dieses Sendbriefes, damit ihr eurem Herrn, dem Allmächtigen, dem Allgütigen, dankbar seid.

¹ s.a. 2:23

+17:58

Die Herrlichkeit, die sich leuchtend am Himmel Meiner Rede erhoben hat, sei mit dir und denen, die sich dir zuwenden und ihr Ohr den Worten deines Mundes über diese herrliche, diese erhabene Offenbarung neigen.





+17:59

Bei der Gerechtigkeit Gottes! Das Mutterbuch ist offenbart und lädt die Menschheit vor Gott, den Herrn der Welten, indes die Meere verkünden: Das Größte Meer ist erschienen, und aus seinen Wogen dringt mit Donnerhall der Ruf: »Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Unvergleichlichen, dem Allwissenden.« Und die Bäume erheben ihre Stimme und rufen: O Volk der Welt! Hell erschallt die Stimme des Göttlichen Lotosbaumes, und mit durchdringendem Laut ertönt die Feder der Herrlichkeit: Horchet auf und gehört nicht zu den Achtlosen! Die Sonne tönt: O Schar der Geistlichen! Gespalten ist der Himmel der Religionen, der Mond klafft auseinander, und die Völker der Erde sind versammelt zu erneuter Auferstehung. Fürchtet Gott und folgt nicht dem Drang eurer Leidenschaften, vielmehr folgt Ihm, für Den die Schriften Gottes, des Allwissenden, des Allweisen, Zeugnis ablegen.

+17:60 #276

Die Geschehnisse am Sinai haben sich in dieser Offenbarung wiederholt, und Er, Der auf dem Berge Zwiesprache hielt, kündet laut: Wahrlich, der Ersehnte ist gekommen, sitzend auf dem Throne der Gewißheit, könntet ihr es doch erkennen. Er gemahnt alle Menschen, das zu befolgen, was die Sache Gottes erhöht und die Menschheit auf Seinen Geraden Pfad führt.

+17:61

Wie zahlreich sind die Unterdrückten, die der Ruf Gottes mit sich reißt! Wie viele Potentaten erheben sich zu Gewalttaten, welche die Engel des höchsten Paradieses zum Weinen bringen und die Bewohner dieser ruhmreichen Wohnstatt schmerzlich wehklagen lassen! Wie groß ist die Schar der Armen, die den erlesenen Wein göttlicher Offenbarung in großen Zügen trinken, und wie viele sind der Reichen, welche sich abkehren, die Wahrheit verwerfen und ihrem Unglauben an Gott, den Herrn dieses seligen, wundersamen Tages, lebhaften Ausdruck geben!

+17:62

Sprich : Fürchtet Gott; sodann seid redlich in eurem Urteil über diese Große Verkündigung, vor der, als sie strahlend erschien, jede bedeutsame Verkündigung anbetend niederfiel. Sprich: O Schar der Toren! Wenn ihr Ihn verwerft, mit welchem Zeichen könnt ihr dann eure Treue zu früheren Gesandten Gottes beweisen oder euren Glauben an das vertreten, was Er aus Seinem mächtigen, erhabenen Königreich herniedergesandt hat? Welchen Nutzen verschafft euch euer Besitz? Welchen Schutz gewähren euch eure Schätze? Keinen, Ich schwöre es beim Geiste Gottes, der alles in den Himmeln und auf Erden durchdringt. Werfet weg, was ihr mit den Händen eitlen Wahns und leeren Trugs zusammengetragen habt, und haltet euch fest am Buche Gottes, das euch kraft Seiner allbezwingenden, Seiner unverletzlichen Amtsgewalt herniedergesandt worden ist.

+17:63 #277

Dein Brief wurde vor diesem Unterdrückten überreicht, und dir zu Ehren haben Wir dieses Sendschreiben offenbart, das duftend die Gunst und Gnade deines Herrn, des Mitleidsvollen, des Gabenreichen, verbreitet. Wir flehen zu Gott, daß Er dich zu einem Banner mache, gehißt in der Stadt Seines Gedenkens, und deine Stufe in dieser Sache erhöhe - einer Sache, in deren Schatten die Gottergebenen sehen werden, wie die Völker und Geschlechter der Erde nach Schutz suchen. Wahrlich, dein Herr weiß alles und gibt davon Kenntnis. Auch bitten Wir Gott, dich zu nähren mit dem Besten aus den Schätzen, die in Seinem Buche verwahrt sind. Er ist fürwahr Der, welcher den Ruf hört und darauf antwortet.

+17:64

Fahre fort, Seiner Sache beizustehen mit den machtvollen Heerscharen der Weisheit und der Rede. So ist es geboten von Gott, dem Gnädigen, dem Allgepriesenen. Selig ist der Gläubige, der an diesem Tage die Wahrheit annimmt, und selig der fest Entschlossene, den die Scharen der Tyrannei nicht schrecken können.

+17:65

Die Herrlichkeit, welche vom Horizont der Rede scheint, sei mit dir und allen Gläubigen, die den Kelch mit Seinem versiegelten Wein durch die Macht Seines Namens, der Selbstbestehende, ergreifen und in vollen Zügen daraus trinken, allen Widersachern zum Trotz, welche Den verwarfen, an Den sie früher geglaubt hatten, und welche die Wahrheit dieser Großen Verkündigung bestreiten, obwohl sie Gott selbst bezeugt in Seinem kostbaren, Seinem altehrwürdigen Buche.





+17:66 #278

O Muhammad Husayn! Sei bereit, die Ausgießungen der Gnade Gottes, des Herrn der Welten, zu empfangen. Der Allerbarmer geruht, dir Perlen der Erkenntnis aus dem Meere der Gunst Gottes, des Allmächtigen, des Erhabensten, zu schenken.

+17:67

Wo ist der Einsichtige, der die Wahrheit erkennt und wahrnimmt? Wo ist der Hörende zu finden, der Meiner wundersamen Stimme lauscht, wie sie aus dem Reiche der Herrlichkeit ruft? Wo bleibt, die Seele, die ihr Angesicht solchermaßen auf den Göttlichen Lotosbaum richtet, daß sie weder die Könige mit ihrer Übermacht noch deren Untertanen mit ihrer aufrührerischen Gewalt daran hindern können, inmitten der ganzen Schöpfung durch die Macht weiser Rede die Stimme zu erheben und zu bezeugen, was Gott bezeugt: daß es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Machtvollen, dem Unbesiegbaren, dem Allmächtigen, dem Wissenden, dem Weisen.

+17:68

O Husayn! Dein Name wurde im Größten Gefängnis vor diesem Unterdrückten erwähnt, und Wir haben für dich offenbart, was in den Büchern der Welt nicht seinesgleichen hat. Dies bezeugt der König der Ewigkeit; aber die Masse der Menschen zählt zu den Achtlosen. Aus dem Morgenlicht des Zeugnisses haben Wir den Ruf an alle gerichtet, die im Reiche der Schöpfung wohnen. Unter den Menschen gibt es solche, die der Duft der Rede ihres Herrn so beflügelt, daß sie alles aufgeben, was den Menschen zugehört, nur um an den Hof der Gegenwart Gottes, des Herrn auf mächtigem Throne, zu gelangen. Auch gibt es solche, die völlig verwirrt sind und schwanken. Andere sputen sich und nehmen ihren Flug zu ihrem Herrn, dem Altehrwürdigen der Tage, um Seinem Ruf zu antworten. Wieder andere kehren sich ab, verwerfen die Wahrheit und leugnen am Ende Gott, den Allmächtigen, den Allgepriesenen. Und schließlich gibt es die, welche über Ihn das Urteil sprechen mit solcher Grausamkeit, daß jeder Weise und Scharfsinnige zum Weinen gerührt ist. Wir haben sie gnädig geladen zu dem Wasserstrom, der in Wahrheit Leben ist, sie aber haben mit offenbarer Ungerechtigkeit beschlossen, Mein Blut zu vergießen. So strahlt die Sonne der Weisheit vom Horizont der Rede deines Herrn, des Allerbarmers. Wenn du in ihr Licht gelangst, geziemt es dir, den Lobpreis deines Herrn zu feiern mit den Worten: Ich sage Dir Dank, o Gott der Welten.

+17:69 #279

Selig bist du, und selig sind die, welche die Welt mit ihren Nichtigkeiten von diesem strahlenden Horizont nicht abzuhalten vermag.

+17:70

Überbringe in Meinem Namen Meinen Geliebten Grüße. Wir gemahnen sie, Weisheit walten zu lassen, wie es in Meinem wundersamen Buche verordnet ist.





+17:71

O Meine Dienerin, Mein Blatt! Frohlocke in großer Freude, denn dein Ruf ist zum Göttlichen Lotosbaum aufgestiegen und erfährt Antwort von dem allherrlichen Horizont. Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Unterdrückten, dem Verbannten.

+17:72

Wir haben Uns den Menschen offenbart, haben die Sache Gottes enthüllt, alle Menschen auf Gottes Geraden Pfad geführt, die Gesetze verkündet und jedem auferlegt, was allen in dieser und der nächsten Welt wahren Nutzen bringt; sie aber haben das Urteil über Mich gefällt, Mein Blut zu vergießen, und darüber weint die Himmlische Maid, Sinai jammert und klagt, und der Geist des Glaubens seufzt vor Schmerz.

+17:73 #280

Heutzutage schließen sich die Menschen selbst von den Ausgießungen der göttlichen Gunst aus, indem sie jedem in die Irre gegangenen Toren auf dem Fuße folgen. Das Meer göttlicher Erkenntnis lassen sie achtlos hinter sich und heften die Augen auf Narren, die Bildung vorgeben, ohne von Gott, dem Herrn der Menschheit, durch ein Zeichen bestätigt zu sein.

+17:74

Gut steht es um dich, denn du hast den eitlen Wahn aufgegeben und hältst dich fest an das Seil Gottes, das keiner zertrennen kann. Schau auf die Gunst und Gnade Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit. Wie zahlreich sind die Könige und Königinnen auf Erden, die trotz aller Sehnsucht, Hoffnung und Erwartung von Ihm, dem Verlangen der Welt, ausgeschlossen sind, während du es erreicht hast. So Gott will, wirst du eine Tat vollbringen, deren Wohlgeruch anhält, solange die Namen Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - währen. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Anrede »O Meine Dienerin« übertrifft alles, was in der Welt zu sehen ist. Binnen kurzem werden die Augen der Menschheit erleuchtet und dadurch erhellt, daß sie erkennen, was Unsere Feder der Herrlichkeit offenbart hat.

+17:75

Selig bist du und selig ist die Mutter, die dich nährte. Schätze den Wert dieser Stufe und erhebe dich, der Sache Gottes solchermaßen zu dienen, daß der eitle Wahn und die Anspielungen der Zweifler dich nicht von deinem hehren Vorsatz abhalten. Hell strahlt die Sonne der Gewißheit, aber das Volk der Welt hält sich krampfhaft an leeren Trug. Hoch wogt das Meer göttlicher Erkenntnis, doch die Menschenkinder klammern sich den Narren an den Rocksaum. Kein Gegengift außer der unerschöpflichen Gunst Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - kann je diese chronischen Krankheiten heilen.

+17:76 #281

Übermittle den Dienerinnen Gottes in jenen Landen Meine Grüße und künde ihnen die frohe Botschaft, daß ihnen Seine Gunst und Gnade gewährt sind. Hoch ist fürwahr die Stufe, die Wir dir bestimmt haben. Dir ziemt es, deinem Herrn, dem Gabenreichen, dem Großzügigsten, Preis und Dank zu sagen. Verherrlicht sei Gott, der Erhabene, der Große.





+17:77

Einstmals war dieses hehre Wort von der Zunge Dessen zu vernehmen, Der der Besitzer allen Seins und der Herr des Thrones in der Höhe und hienieden auf Erden ist - erhaben ist die Herrlichkeit Seiner Rede -: Frömmigkeit und Loslösung sind die beiden größten Leuchten am Himmel des Lehrens. Selig, wer diese höchste Stufe, diese Wohnstatt überragender Heiligkeit und Feinsinnigkeit, erlangt!





+17:78

Dies ist ein Sendbrief, den der Allerbarmer aus dem Reiche der Rede allen Erdenbewohnern zuleitet. Glücklich ist, wer zuhört und achtgibt, aber wehe dem, der irrt und zweifelt. Heute ist der Tag, den das Antlitz Gottes mit strahlendem Lichte erhellt, der Tag, da laut die Zunge der Größe ruft: Das Reich ist Gottes, des Herrn am Tage der Auferstehung!

+17:79 #282

Dein Name ward in Unserer Gegenwart genannt, und so geruhen Wir, für dich zu offenbaren, was keines Menschen Zunge unter allen Völkern der Welt wiedergeben kann. Frohlocke in größter Freude, daß deiner im Größten Gefängnis gedacht wurde und daß in dieser erhabenen Wohnstatt der Altehrwürdige der Tage Sein Antlitz dir zuwandte.

+17:80

Fürwahr, Wir haben die Zeichen offenbart, die unwiderleglichen Zeugnisse dargetan und alle Menschen auf den Geraden Pfad gerufen. Unter dem Volk sind solche, die sich abkehren und die Wahrheit verwerfen; andere fällen ohne schlüssigen Beweis ihr Urteil über Uns. Die ersten, die sich von Uns wandten, waren die geistlichen Führer der Welt in diesem Zeitalter, dieselben, welche Uns am Tage und zur Nachtzeit anrufen und Meinen Namen im Munde führen, während sie auf ihren hohen Thronen sitzen. Als Ich Mich jedoch unter den Menschen, offenbarte, da erhoben sie sich so gegen Mich, daß selbst die Steine seufzten und bitterlich weinten.

+17:81

Groß ist dein Segen; denn du hast auf Seine Stimme gehört, hast dein Angesicht auf Ihn gerichtet und den Ruf deines Herrn beachtet, als Er kam, bekleidet mit unüberwindlicher Macht und höchster Herrschaft.





+17:82

O Meine Dienerin, o Mein Blatt! Danke dem Meistgeliebten der Welt, daß du diese grenzenlose Gunst erlangtest zu einer Zeit, da die Gelehrten und die erlauchtesten Männer der Welt dieser Gunst beraubt sind. Wir haben dich zum »Blatt« ernannt, damit du wie das Laub bewegt werdest von dem sanften Wind des Willens Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit -, wie die Blätter an den Bäumen von den heranbrausenden Winden bewegt werden. Sage deinem Herrn Dank kraft dieser glanzvollen Rede. Nähmest du die Anrede »O Meine Dienerin« in all ihrer Süße wahr, du fändest dich losgelöst von der ganzen Menschheit, Tag und Nacht voll Ergebung in Anspruch genommen von der Zwiesprache mit Ihm, dem einzigen Verlangen der Welt.

+17:83 #283

In Worten von unvergleichlicher Schönheit haben Wir solche Blätter und Dienerinnen erwähnt, die von den Lebenswassern himmlischer Gnade trinken und ihre Augen auf Gott gerichtet halten. Glücklich und selig sind sie fürwahr. Binnen kurzem wird Gott ihre Stufe offenbaren - eine Stufe, deren Erhabenheit kein Wort zutreffend ausdrücken, keine Beschreibung angemessen schildern kann.

+17:84

Wir gemahnen dich zu tun, was unter Männern wie Frauen die Belange der Sache Gottes fördern hilft. Er hört den Ruf der Freunde und schaut ihre Taten. Wahrlich, Er ist der Hörende und der Sehende.

+17:85

Mit dir und mit ihnen sei die Herrlichkeit Gottes, des Machtvollen, des Allwissenden, des Allweisen.





+17:86

O Dienerin Gottes! Höre auf die Stimme des Herrn der Namen, der aus Seinem Gefängnis den Blick auf dich richtet und dich beim Namen nennt.

+17:87

Er steht jedem Wanderer bei, Er antwortet gnädig jedem Bittsteller, Er gewährt jedem Wahrheitssucher Zutritt. Am heutigen Tag ist der Gerade Pfad offenbart, aufgestellt ist die Waage göttlicher Gerechtigkeit, und hell strahlt das Sonnenlicht Seiner Gabenfülle, aber schwarzen Wolken gleich tritt mit drückendem Dunkel das Volk der Tyrannei dazwischen und errichtet ein gewaltiges Hindernis zwischen der Sonne himmlischer Gnade und dem Volk der Welt. Selig ist, wer die trennenden Schleier zerreißt und vom strahlenden Licht göttlicher Offenbarung erleuchtet wird. Bedenke, wie groß an Zahl diejenigen waren, die sich selbst zu den Weisen und Gebildeten rechneten, am Tage Gottes aber der Ausgießungen himmlischer Gnadengaben beraubt blieben.

+17:88 #284

O Mein Blatt, Meine Dienerin! Schätze den Wert des Segens und der sanften Barmherzigkeit, die dich umfangen und deine Schritte zum Morgen der Herrlichkeit lenken. Übermittle im Namen dieses Unterdrückten Grüße an solche Dienerinnen, die Gott anbeten, und ermutige ihre Herzen mit der Versicherung Seiner liebevollen Vorsehung.





+17:90

Richtet euer Augenmerk in allen Angelegenheiten auf die Weisheit; denn sie ist ein unfehlbares Heilmittel. Wie oft schon hat sie einen Ungläubigen in einen Gläubigen, einen Feind in einen Freund verwandelt! Sie zu beachten ist besonders wesentlich, da dieser Gegenstand in zahlreichen Sendbriefen aus dem Himmel des Willens Dessen, Der die Manifestation des Lichtes göttlicher Einheit ist, dargelegt wurde. Wohl denen, welche sich danach verhalten!

+17:91

Lenkt eure Aufmerksamkeit ohne Unterlaß auf das, was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen Sein seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein Schlüssel für alle Türen. Von allen Rüstungen in der Welt ist dies die wirksamste.

+17:92

Bitte Gott, Er möge allen Menschen gnädig beistehen, das zu befolgen, was Seine allherrliche Feder in den heiligen Büchern und Sendschreiben verzeichnet hat.





+17:93 #285

Dieser Unterdrückte nennt den beim Namen, der sein Angesicht auf den Unvergleichlichen, den Allwissenden, gerichtet hat und Gottes Einheit solcherart bezeugt, wie sie die Allherrliche Feder auf dem Kampfplatz der Wortgewalt mit rascher Bewegung bezeugt. Selig ist die Seele, die ihren Herrn erkennt, aber wehe dem, der schmählich irrt und zweifelt.

+17:94

Der Mensch ist wie ein Baum. Wenn ihn Früchte schmücken, war und ist er allezeit des Lobes und des Preises würdig. Ein unfruchtbarer Baum taugt nur für das Feuer. Die Früchte vom menschlichen Baume sind köstlich, hoch erwünscht und heiß begehrt. Dazu gehören ein aufrechtes Wesen, Taten der Tugend und anmutige Rede. Zu den irdischen Bäumen kommt der Frühling einmal im Jahr; der Frühling für menschliche Bäume indessen erscheint am Tage Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit. Würden die Bäume des menschlichen Lebens jetzt in der göttlichen Frühlingszeit mit den bereits erwähnten Früchten geschmückt, so würde das Himmelslicht der Gerechtigkeit ganz gewiß mit seinem Strahlenglanz alle Erdenbewohner erleuchten, und jeder würde ruhig und zufrieden im Schatten Dessen, Der das Ziel der ganzen Menschheit ist, verweilen. Das Wasser für diese Bäume ist das Lebenswasser der heiligen Worte, welche die Geliebten der Welt äußern. Kaum sind solche Bäume gepflanzt, da recken sie bereits unter den Regenschauern göttlicher Gnade ihre Äste hoch in den Himmel. Ein dürrer Baum jedoch war und ist keiner Erwähnung wert.

+17:95

Glücklich der Gläubige, der sich mit dem Gewand edlen Bemühens kleidet und sich aufmacht, dieser Sache zu dienen! Eine solche Seele hat fürwahr das ersehnte Ziel erreicht und begriffen, zu welchem Zweck sie erschaffen wurde. Aber tausendmal wehe um die Irregegangenen, die wie dürres Laub in den Staub sinken. Bald wird der Sturm des Todes sie forttragen an den Ort, der ihnen bestimmt ist. Unwissend sind sie gekommen, unwissend dämmern sie dahin, unwissend kehren sie zu ihrer Stätte zurück.

+17:96 #286

Unaufhörlich verkündet die Welt diese Worte: Habt acht, ich bin vergänglich, und vergänglich sind alle meine äußerlichen Erscheinungen und Farben. Hütet euch vor dem Wandel und Wechsel, der in mich hineingelegt ist, und wacht auf aus eurem Schlummer. Und doch gibt es kein scharfes Auge, das sieht, und kein feines Ohr, das lauscht.

+17:97

Am heutigen Tage ruft das geistige Ohr und spricht: Fürwahr, es steht gut um mich; denn Gottes Stimme kündet laut. Und die wesenhafte Schau ruft aus: Selig bin ich, heute ist mein Tag; denn die Altehrwürdige Schönheit strahlt hell vom erhabensten Horizont.

+17:98

Dem Volke Bahás steht es an, zum Herrn der Namen zu rufen und Ihn anzuflehen, daß das Volk der Welt an Seinem Tage der Ausgießungen Seiner Gnade nicht beraubt sei.

+17:99

In der Vergangenheit waren die Geistlichen bestürzt über eine Frage, welche Er, der die Allbeherrschende Wahrheit ist, sie in den frühen Jahren Seines Lebens selbst öfters fragen hörte: »Welches ist das Wort, das der Qá'im aussprechen und damit die Religionsführer in die Flucht schlagen wird?« Sprich: Dieses Wort ist nun offenbart, und ihr seid geflohen, ehe ihr es hörtet, doch seid ihr des nicht gewahr. Und dieses selige, dieses verborgene, gehegte und verwahrte Wort lautet: »`Er` ist nun erschienen im Gewande des `Ich`. Der vor sterblichen Augen verborgen war, ruft und kündet: Sehet her! Ich bin der Alleroffenbarste.« Dies ist das Wort, das den Ungläubigen die Glieder erbeben ließ. Verherrlicht sei Gott! Alle himmlischen Schriften der Vergangenheit bezeugen die Größe des heutigen Tages, die Größe dieser Manifestation, die Größe Seiner Zeichen, die Größe Seines Wortes, die Größe Seiner Beständigkeit, die Größe Seiner allüberragenden Stufe. Und doch, alledem zum Trotz bleibt das Volk achtlos und wie durch einen Schleier ausgeschlossen. Fürwahr, alle Propheten haben sich gesehnt, diesen Tag zu erleben. David spricht: »Wer bringt mich in die feste Stadt?«¹ Mit der festen Stadt ist Akká gemeint. Akkás Festungsanlagen sind sehr stark, und dieser Unterdrückte ist in 'Akkás Mauern eingekerkert. Desgleichen ist im Qur'án offenbart: »Bringe dein Volk heraus aus dem Dunkel in das Licht und gemahne es der Tage Gottes.«²

¹ Psalm 108:11 ² Qur'án 4:5

+17:100 #287

Die Herrlichkeit, die den heutigen Tag umfängt, ist in den meisten himmlischen Büchern und Schriften ausdrücklich erwähnt und klar dargestellt. Dennoch sperren die Geistlichen der Gegenwart die Menschen von dieser überragenden Stufe aus und halten sie zurück vom Gipfel der Herrlichkeit, dem erhabensten Ziel.

+17:101

Selig bist du, da der leere Trug mit seinem Dunkel dich nicht vom Lichte der Gewißheit abbringen kann und das Volk mit seinen Angriffen dich nicht vom Herrn der Menschheit fernzuhalten vermag. Würdige den Wert dieser hohen Stufe und bitte Gott - erhaben ist Seine Herrlichkeit -, daß Er dich gnädiglich befähige, diese Stufe zu wahren. Unvergängliche Herrschaft liegt nur bei dem einen wahren Gott und Seinen Geliebten, und so wird es allezeit bleiben.

+17:102

Die Herrlichkeit, die vom Horizonte der Ewigkeit strahlt, ruhe auf dir und allen, welche das Leitseil Gottes, das kein Mensch zertrennen kann, fest in die Hand nehmen.





+17:103 #288

Der zum wahren Siege führt, ist gekommen. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Er ist durchaus fähig, durch die Macht eines einzigen Wortes die Welt umzustürzen. Da Er jedoch allen Menschen auferlegt hat, Weisheit zu üben, hält Er sich selbst an das Seil der Geduld und des Verzichtes.

+17:104

Die Lehmklumpen dieser Welt haben sich aufgemacht, die geschmückte, die leuchtende, die purpurne Stadt Gottes zu besuchen, und gewisse Abgesandte aus Persien stiften insgeheim Unheil, auch wenn sie sich den Anschein geben, sie seien sanft und fromm. Gütiger Gott! Wann endlich wird sich diese weltverzehrende Verschlagenheit in Aufrichtigkeit verwandeln? Die Ermahnungen Gottes, des Wahren, umspannen die ganze Erde, aber ihr Einfluß ist bis heute noch nicht enthüllt. Unziemliche Taten halten die Menschen davon ab, zu Ihm zu gelangen. Wir flehen zu Gott - gepriesen und verherrlicht ist Er -, daß Er aus den Wolken göttlicher Gnade den strömenden Regen Seiner Gabenfülle auf alle Seine Diener ergieße. Wahrlich, mächtig ist Er über alle Dinge.

+17:105

O Alí Haydar! O du, der du dich erhoben hast, Meiner Sache zu dienen, der du unablässig den Lobpreis Gottes, des Herrn auf mächtigem Throne, verherrlichst! Den Wahrzeichen der Gerechtigkeit, den Bannerträgern der Unparteilichkeit, ist unzweifelhaft klar und offenkundig, daß dieser Unterdrückte, gestärkt durch Gottes Reich und Seine überragende Macht, unter den Völkern und Geschlechtern der Erde jedes Anzeichen der Unordnung, der Zwietracht, des Zwistes, des Haders und der Teilung zu tilgen sucht. Aus keinem andern Grund als um dieses großen, dieses unvergleichlich wichtigen Zieles willen ist Er immer wieder ins Gefängnis geworfen, ist Er so manchen Tag und so manche Nacht in Ketten und Bande gelegt worden. Selig ist, wer diese unüberwindliche Sache, diese herrliche Verkündigung unparteiisch und gerecht beurteilt.





+17:106 #289

Dies ist ein Sendbrief, herniedergesandt vom Herrn des Erbarmens, damit das Volk der Welt befähigt sei, dem durch die Kraft Seines hehren Namens wogenden Meere nahezukommen. Unter den Menschen sind solche, die sich von Ihm abkehren und Sein Zeugnis leugnen, indes andere den Wein der Bestätigung trinken in der Herrlichkeit Seines Namens, die alles Erschaffene durchdringt. Schlimmen Verlust leidet fürwahr, wer sein Ohr dem Gekrächz der Raben neigt und sich weigert, dem süßen Schlag der Himmlischen Nachtigall zu lauschen, die auf den Zweigen des Baumes der Ewigkeit singt: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Heute ist der Tag, den das strahlende Licht Unseres Antlitzes erleuchtet, der Tag, den alle Tage und Nächte anbetend umkreisen. Selig ist der Einsichtsvolle, welcher schaut, und der Dürstende, der aus diesem leuchtenden Springquell trinkt. Selig der Mensch, der die Wahrheit anerkennt und mit Eifer der Sache seines Herrn, des Machtvollen, des Allmächtigen, zu dienen strebt.

+17:107

O Diener, der du den Blick auf Mein Antlitz richtest! Höre auf die Stimme deines Herrn, des Allherrlichen, wie sie laut vom Morgen der Majestät und Größe ruft. Wahrlich, Sein Ruf wird dich dem Reiche der Herrlichkeit nahebringen, wird dich Seinen Lobpreis so erheben lassen, daß alles Erschaffene hingerissen wird, und du wirst Seiner Herrlichkeit solcherart lobsingen, daß die ganze Schöpfung den Einfluß spürt. Wahrlich, dein Herr ist der Beschützer, der Gnädige, der Allunterrichtete.

+17:108

Sammle die Freunde Gottes dortzulande und mache sie vertraut mit Meinem unvergleichlichen Gedenken. Wir haben für sie einen Sendbrief offenbart, von dem der Duft des Allerbarmers über das Reich des Seins dahinweht, auf daß sie frohlocken in höchster Freude und standhaft bleiben in dieser wundersamen Sache.

+17:109 #290

Als Wir im Gefängnis waren, haben Wir ein Buch offenbart, das Wir »Das Heiligste Buch« benannten. Darin haben Wir Gesetze gegeben und es geschmückt mit den Geboten deines Herrn, der die Amtsgewalt übt über alle in den Himmeln und auf Erden. Sprich: Ergreifet es, o Menschen, und beachtet, was darin herniedergesandt ist aus den wundersamen Geboten eures Herrn, des Vergebenden, des Gabenreichen. Fürwahr, es wird euch in dieser wie der nächsten Welt nützen und wird euch reinigen von allem, was euch übel ansteht. Er ist wahrlich der Verordner, der Ausleger, der Geber, der Großmütige, der Gnädige, der Allgepriesene.

+17:110

Groß ist dein Segen, denn du bist dem Bunde Gottes und Seinem Zeugnis treu, und du wirst geehrt durch diesen Sendbrief, durch welchen dein Name aufgezeichnet ist auf Meiner verwahrten Tafel. Weihe dich deinem Herrn und dem Dienst an Seiner Sache, hüte Sein Gedenken in deinem Herzen und feiere Seinen Lobpreis so, daß jede irrende, achtlose Seele dadurch aus dem Schlaf erwacht.

+17:111

So haben Wir dir eine Gunstbezeigung aus Unserer Gegenwart zu verleihen geruht; und Ich bin wahrlich der Vergebende, der Allbarmherzige.





+17:112 #291

Wir wünschen, den zu erwähnen, der sein Angesicht auf Uns richtet, und ihn noch einmal tief aus den Lebenswassern Unserer gnädigen Vorsehung trinken zu lassen, auf daß er befähigt werde, Meinem Horizonte nahezukommen, auf daß er geschmückt sei mit Meinen Wahrzeichen, sich in Meine Lüfte erhebe, sich bestätigt finde in alledem, was Meine Sache in ihrer Heiligkeit unter Meinem Volke offenbar macht, und so Meinen Lobpreis anstimme, daß alle Zauderer sich beeilen, alle reglosen Geschöpfe sich aufschwingen, alle sterblichen Gestalten sich verzehren, alle starren Herzen von neuem Leben durchflutet werden und jeder niedergeschlagene Geist in Lust und Wonne wogt. Solches ziemt sich für den, der sein Angesicht dem Meinen zuwendet, in den Schatten Meiner Gnade tritt und Meine Verse empfängt, welche die ganze Welt durchdringen.

+17:113

O 'Alí! Er, der Morgen göttlicher Offenbarung, ruft dich durch diese höchst wundersame Rede. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Stündest du vor Meinem Thron, lauschtest du Meiner Zunge der Macht und Größe, du opfertest deinen Leib, deine Seele, dein ganzes Sein zum Zeichen deiner Liebe zu Gott, dem höchsten Herrscher, dem Beschützer, dem Allwissenden, dem Allweisen. Du wärest so ergriffen vom Zauber Seiner Stimme, daß keine Feder die Macht hätte, deine Stufe zu beschreiben, und der gewandteste Redner zunichte würde bei dem Versuch, sie zu schildern. Denke eine Zeitlang nach über diese Offenbarung und deren unüberwindliche, alles überwindende Herrschaft; sodann unterstütze sie, wie es deinem Herrn, dem Gnädigen, dem Gabenreichsten, angemessen ist. Führe das Volk zum Morgenlicht der Herrlichkeit. Es ist wahrlich Er selbst, Der sich auf Seinem mächtigen Throne niedergelassen hat. Durch Ihn erstrahlt der Himmelssaum dieses Gefängnisses, und Er erleuchtet alle in den Himmeln und auf Erden.

+17:114

Wir haben deinen Namen in der Vergangenheit und in diesem gnädigen Sendbrief zu erwähnen geruht, damit du noch einmal den süßen Duft des Allerbarmers atmest. Dies ist nur eines der Zeichen Meiner Gunst für dich. Danke deinem Herrn, dem Gabenreichsten, dem Allsehenden.

+17:115

Gräme dich nicht über der Menschen Unvermögen, die Wahrheit zu begreifen. Binnen kurzem wirst du erleben, wie sie sich Gott, dem Herrn der ganzen Menschheit, zuwenden. Durch die Kraft des Erhabensten Wortes umfangen Wir fürwahr die gesamte Welt, und es naht die Zeit, da Gott die Herzen aller Erdenbewohner unterworfen haben wird. Er ist wahrlich der Allmächtige, der Allmachtvolle.

+17:116 #292

Wir gedenken hierzulande auch deines Bruders, damit er sich freue, wenn Ich ihn erwähne, und zu denen gehöre, die nachdenken.

+17:117

O Freund! Der Meistgeliebte ruft dich aus Seinem Größten Gefängnis und ermahnt dich zu befolgen, was Meine Erhabene Feder in Meinem Heiligsten Buche offenbart hat, damit du dich daran haltest mit einer Macht und Entschlossenheit, wie sie aus Mir geboren ist; und Ich bin wahrlich der Verordner, der Allweise.

+17:118

Groß ist fürwahr dein Segen, denn Seine unfehlbare Gnade ward dir gewährt, und du fandest Beistand bei der Erkenntnis dieser Sache - einer Sache, deren Gewalt die Himmel aufrollt und jeden stolz ragenden Berg, zu Staub zermahlen, in alle Winde verstreut.

+17:119

Durch Unsere grenzenlose Gnade gedenken Wir fernerhin deiner Mutter, welche das Vorrecht hat, Gott zu erkennen. Wir senden ihr Unsere Grüße von dieser allherrlichen Stufe hernieder. Wir erinnern Uns an euch alle, Männer wie Frauen, und an diesem Orte, der Stätte unvergleichlicher Herrlichkeit, betrachten Wir euch alle als eine Seele; Wir senden euch die frohe Botschaft eines göttlichen Segens, der allem Erschaffenen voranging, und Meines Gedenkens, das alle Menschen, alte wie junge, durchdringt. Die Herrlichkeit Gottes sei mit euch, dem Volk Bahás. Frohlocket in höchster Freude durch Mein Gedenken; denn Er ist fürwahr mit euch zu jeder Zeit.





+17:120 #293

Höre auf das, was der Geist dir vermittelt in den Tagen Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden, auf daß Sein Ruf dich hinaufziehe zum Gipfel überragender Herrlichkeit und dich der Stufe nahebringe, wo du dein ganzes Wesen im Feuer der Liebe Gottes dergestalt lodern siehst, daß es weder die Übermacht der Herren noch das Getuschel ihrer Knechte löschen können, und auf daß du dich inmitten der Völker dieser Welt erhebest, den Lobpreis deines Herrn, des Besitzers aller Namen, zu feiern. Das ist es, was dir am heutigen Tage frommt.

+17:121

Wir wollen dir berichten, was in der Vergangenheit geschah, damit du die Süße dieser Rede kostest und der Ereignisse gewahr werdest, die schon früher bekannt wurden. Wahrlich, dein Herr ist der Ermahner, der Gnädige, der Meistgeliebte.

+17:122

Rufe dir die Tage vor Augen, da Er, der mit Gott Zwiesprache hielt, in der Wildnis die Schafe Seines Schwiegervaters Jethro hütete. Er hörte die Stimme des Herrn der Menschheit, wie sie aus dem Brennenden Busche kündete: »O Moses! Wahrlich, Ich bin Gott, dein Herr und der Herr deiner Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob.« So hingerissen war Er von der Stimme und ihrem bezaubernden Klang, daß Er sich von der Welt löste und sich zu Pharao und seinem Volk aufmachte, bekleidet mit der Macht deines Herrn, der höchste Herrschaft ausübt über alles, was ist und sein wird. Heute hört das Volk der Welt, was damals Moses hörte, aber sie verstehen es nicht.

+17:123

Sprich: Ich schwöre bei der Gerechtigkeit Gottes! Binnen kurzem werden die Minister mit ihrem Pomp und die Herrscher in ihrer Machtfülle vergehen; die Paläste der Potentaten werden verwüstet, zu Staub verfallen die Prunkschlösser der Kaiser, aber fortbestehen wird, was Wir im Reiche Gottes für euch verordnet haben. Euch ziemt, o Volk, der höchste Eifer, damit eure Namen vor Seinem Thron erwähnt werden und ihr dartut, was euer Gedenken unsterblich machen wird in aller Ewigkeit Gottes, des Herrn allen Seins.

+17:124 #294

Erinnere dich in Meinem Auftrag der Geliebten dortzulande, übermittle ihnen Meine Grüße und erfreue ihr Herz mit der Botschaft dessen, was dir von dieser herrlichen Stufe her offenbart ward.

+17:125

Sprich: Habet acht, daß euch die Übermacht der Unterdrücker nicht fürchten macht. Es naht der Tag, da alle Wahrzeichen der Hoffart zunichte werden; dann werdet ihr schauen, wie die unüberwindliche Souveränität eures Herrn alles Sichtbare und alles Unsichtbare lenkt und führt.

+17:126

Habet acht, daß euch nicht die Schleier abhalten von den Ausgießungen Seiner Gnadengaben am heutigen Tage. Werfet von euch, was euch Gott entfremdet, und bleibet auf diesem weitreichenden Pfade. Wir wünschen euch nur, was euch nützt, wie es auf Seiner verwahrten Tafel verzeichnet ist. Oft gedenken Wir Unserer Geliebten. Nur finden wir, daß ihnen gebricht, was ihnen am Hofe der Gunst ihres Herrn, des Gnädigen, des Vergebenden, ansteht, außer denen, die Gott auszunehmen wünschte. Wahrlich, machtvoll ist Er zu tun, was Er will. Er gibt und Er versagt. Er ist fürwahr die Ewige Wahrheit, der Kenner des Unsichtbaren.

+17:127

Ergreifet, o ihr Geliebten des Allerbarmers, den Kelch ewigen Lebens, den euch euer Herr, der Besitzer der ganzen Schöpfung, mit der Hand freigebiger Gunst darreicht; sodann trinket tief daraus. Ich schwöre bei Gott, er wird euch so entzücken, daß ihr euch erhebt, Seinen Namen zu verherrlichen und Sein Wort inmitten aller Völker auf Erden zu künden, und daß ihr die Städte der Menschenherzen erobert im Namen eures Herrn, der Allmächtige, der Allgepriesene.

+17:128 #295

Des weiteren tun Wir jedermann die frohe Botschaft dessen kund, was Wir in Unserem Heiligsten Buch offenbart haben - ein Buch, von dessen Horizont die Sonne Meiner Gebote auf jeden Beobachter und auf jeden Beobachteten herniederscheint. Haltet euch fest daran und vollbringet, was darin offenbart ist. Das ist fürwahr besser für euch als alles, was in der Welt erschaffen ist, wenn ihr es nur wüßtet. Hütet euch, daß euch nicht die Vergänglichkeiten dieses Lebens davon abhalten, euch Gott, dem Wahren, zuzuwenden. Denket in euren Herzen nach über die Welt mit ihrem Hader und ihren Wechselfällen, damit ihr den Wert der Welt und die Stufe derer erkennt, die ihr Herz an sie hängen und verwerfen, was auf Unserer Verwahrten Tafel herniedergesandt ist.

+17:129

So haben Wir diese heiligen Verse offenbart und dir zugeleitet, damit du dich aufmachest, den Namen Gottes, der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende, zu verherrlichen. Die Herrlichkeit Gottes sei mit dir und allen, die dieses erlesenen, versiegelten Weines teilhaftig sind.





+17:130

Deinen Brief hat dieser Unterdrückte im Größten Gefängnis gelesen, deiner Fragen über die Gebote Gottes zum Gegenstand der Auferstehung und des Lebensunterhaltes ist Er gewahr. Du hast gut daran getan, diese Fragen zu stellen; denn du selbst und andere Diener Gottes werden äußerlich wie innerlich daraus Nutzen ziehen. Wahrlich, dein Herr weiß alles und antwortet bereitwillig auf den Ruf.

+17:131

Der höchste Grund für die Erschaffung der Welt und aller Dinge in ihr ist, daß der Mensch Gott erkenne. Wer am heutigen Tage, vom Duft aus dem Gewande Seines Erbarmens geleitet, Einlaß in diese lichte Wohnstatt - die Stufe der Erkenntnis des Urquells göttlicher Gebote und des Morgens Seiner Offenbarung - erlangt, der hat auf ewig alles Gute erreicht. Jeder Seele, die diese hehre Stufe erlangt, verbleibt eine zweifache Pflicht. Zum einen muß sie so standhaft in der Sache Gottes sein, daß alle Völker der Welt machtlos wären, wenn sie versuchten, sie von dem Urquell der Offenbarung fernzuhalten. Das zweite ist die Befolgung der göttlichen Gebote, die dem Brunnquell Seiner vom Himmel geführten Feder entströmen. Denn des Menschen Gotteserkenntnis kann sich nur dann voll angemessen entfalten, wenn der Mensch befolgt, was Er verordnet und in Seinem himmlischen Buche dargelegt hat.

+17:132 #296

Vor einem Jahr ist das Heiligste Buch aus dem freigebigen Himmel des Herrn aller Namen herniedergesandt worden. So Gott will, wirst du gnädig befähigt zu vollbringen, was darin offenbart ist.

+17:133

Was den Lebensunterhalt angeht, solltest du dein ganzes Vertrauen auf Gott setzen und dich in einem Beruf betätigen. Er wird sicherlich aus dem Himmel Seiner Gunst auf dich herniedersenden, was dir bestimmt ist. Er ist fürwahr der Gott der Macht und Stärke.

+17:134

Sage Gott Dank, daß dein Brief in die Gegenwart dieses Gefangenen gelangt ist, daß am Sitze göttlicher Amtsgewalt die Antwort offenbart ist und dir zugesandt wird. Dies ist ein unschätzbarer Segen, den dir Gott gewährt. Auch wenn dies gegenwärtig noch nicht offenkundig ist, wird es sich bald herausstellen. Dir geziemt zu sprechen:

+17:135

Verherrlicht sei Dein Name, o Herr mein Gott! Ich habe Dir mein Angesicht zugekehrt und mein ganzes Vertrauen auf Dich gesetzt. Bei Deinem Namen, durch den das Meer Deiner Rede wogt und die Winde Deiner Erkenntnis wehen, flehe ich zu Dir, gewähre, daß mir gnädig geholfen wird, Deiner Sache zu dienen, und daß ich begeistert werde, Deiner zu gedenken und Dich zu preisen. Sende sodann aus dem Himmel Deiner Großmut auf mich hernieder, was mich vor jedem außer Dir bewahrt und mir in allen Deinen Welten nützt.

+17:136

Wahrlich, Du bist der Machtvolle, der Unzugängliche, der Höchste, der Wissende, der Weise.
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Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Verfasst am: 18.11.2007, 13:09
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