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| Aus den Schriften Shoghi Effendis - Gottes Plan |
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Gottes Plan
Gottes Plan ist kein anderer, als auf Wegen, die Er allein bereiten und deren volle Bedeutung Er allein ergründen kann, das Große, das Goldene Zeitalter für eine lange zerspaltene und gequälte Menschheit einzuleiten. Ihr gegenwärtiger Zustand, ja auch ihre unmittelbare Zukunft, ist finster, schmerzlich finster. Die fernere Zukunft aber ist strahlend, herrlich strahlend - so strahlend, dass sie sich kein Auge vorstellen kann.
»Die Stürme der Verzweiflung«, schreibt Bahá'u'lláh, während Er das unmittelbare Schicksal der Menschheit überblickt, »blasen, ach, von allen Seiten und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und quält, wächst täglich. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt erkennbar, denn die herrschende Ordnung erscheint beklagenswert mangelhaft.« »Ihr Zustand wird so sein«, hat Er in anderem Zusammenhang erklärt, »dass, ihn jetzt zu enthüllen, nicht passend und ziemlich wäre«. »Diese fruchtlosen Streitigkeiten«, hat Er andererseits bei Betrachtung der Zukunft der Menschheit im Verlaufe seiner denkwürdigen Unterredung mit dem englischen Orientalisten Edward G. Browne mit Nachdruck geweissagt, »diese verderblichen Kriege werden vergehen, und der `Größte Friede` wird kommen ... Diese Streitigkeiten, dieses Blutvergießen und diese Zwietracht müssen aufhören und alle Menschen wie ein Volk und eine Familie sein.« »Bald«, weissagt Er, »wird die Ordnung des heutigen Tages aufgerollt und eine neue an ihrer Statt ausgebreitet werden«. (Vgl. Äl 4:2) »Nach einiger Zeit«, hat Er ebenfalls geschrieben, »werden sich alle Regierungen der Erde ändern. Unterdrückung wird die Welt umhüllen. Und im Anschluss an eine weltumfassende Erschütterung wird die Sonne der Gerechtigkeit am Horizonte des unsichtbaren Reiches aufgehen.« »Die ganze Erde«, so hat Er weiter dargelegt, »ist jetzt in einem Zustand der Trächtigkeit. Der Tag naht heran, da sie die edelsten Früchte hervor bringen wird, da ihr die höchsten Bäume, die entzückendsten Blüten, die himmlischsten Segnungen entsprossen sein werden.« »Alle Nationen und Stämme«, hat 'Abdu'l-Bahá gleicher Weise geschrieben, »... werden eine einzige Nation werden. Der Widerstreit zwischen den Religionen und Sekten, die Feindseligkeit zwischen den Rassen und Völkern und die Zwistigkeiten unter den Nationen werden ausgemerzt werden. Alle Menschen werden einer Religion angehören, einen gemeinsamen Glauben haben, sich zu einer Rasse vermischen und ein einziges Volk werden. Alle werden in einem gemeinsamen Vaterland wohnen, welches der Planet selbst ist.«
Wessen wir gegenwärtig Zeuge sind, während »dieser schwersten Krise in der Geschichte der Zivilisation«, die uns an Zeiten mahnt, da »Religionen untergehen und geboren werden«, das ist das Jünglingsalter in der langsamen und schmerzensreichen Entwicklung der Menschheit, die Vorbereitung zur Erreichung des Zustandes des Mannesalters und der Reife, dessen Verheißung in den Lehren Bahá'u'lláhs enthalten und in Seinen Weissagungen eingeschlossen ist. Der Aufruhr dieses Übergangszeitalters ist charakteristisch für das Ungestüm und die unvernünftigen Naturtriebe der Jugend, für ihre Tollheiten, ihre Verschwendung, ihren Stolz, ihre Selbstsicherheit, ihr aufrührerisches Wesen und ihre Missachtung von Disziplin. |
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