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Anmeldedatum: 16.11.2007 Beiträge: 330
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Fallunterscheidungen
Was aber kennzeichnet eine echte Prophezeiung – außer dass sie irgendwann in Erfüllung muss? Steht sie nicht gerade in dieser Eigenschaft auch neben allgemeinen geistigen Gesetzen oder gar Prognosen? Letztere lassen sich wohl doch einiger Maßen abgrenzen:
Ein Mensch mit umfassenden Kenntnissen vermag u. U. den Verlauf einer künftigen Entwicklung – der späteren Wirklichkeit entsprechend – vorher zu sehen und zu sagen. Er ist dabei häufig kein Prophet, sondern vielleicht Wissenschaftler, Techniker, Schriftsteller oder einfach im Leben erfahren. Sein Anspruch ist auch in der Regel: nicht eine Prophezeiung hervor gebracht, sondern einen wahrscheinlichen Verlauf abgeschätzt zu haben. Der Nutzen hiervon mag in einer nun leichteren und gründlicheren Vorbereitung auf die Zukunft gesehen werden, was z. B. unerwünschte Ergebnisse vermeiden helfen kann.
Auch ein geistiges Gesetz zu formulieren mag ähnliche Absichten aufweisen. Wer aber kennt die geistigen Gesetze? – Nur die damit Erfahrenen und diejenigen, welche ihre Informationen aus geistigen Welten beziehen. Hier bereits treten also Propheten auf den Plan, aber auch Psychologen, Pädagogen, Kulturforscher usw. Bei geistigen Gesetzen handelt es sich aber nicht um einzigartige Ereignisse, sondern um grundsätzliche Zusammenhänge, die im Grunde jederzeit wiederholt auftreten können.
Echte Prophezeiungen scheinen durch eine gewisse geschichtliche Einzigartigkeit gekennzeichnet zu sein, wenn auch bisweilen verschiedene zeitlich oder/und räumlich auseinander liegende Ereignisse zum Ausdruck kommen können, was einem mehrfachen historischen Bezug entspräche. Solche Aussagen werden nicht nur mit der Autorität des Erfahrenen oder Kenners ausgedrückt, sondern aus derjenigen dessen, der in diesem Bereich mehr weiß und erfährt als alle anderen Menschen. Der Prophet ist dazu beauftragt dieses Wissen um die Zukunft weiter zu geben bzw. erhält es genau zu diesem Zweck. |
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